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Was ist Zirkonia? Eigenschaften, Pflege und Vergleich zum Diamant

Was ist Zirkonia? Eigenschaften, Pflege und Vergleich zum Diamant

Was ist Zirkonia? Zirkonia ist ein synthetisch hergestellter Schmuckstein aus kubischem Zirkoniumdioxid. Er ist farblos oder farbig erhältlich, bricht das Licht stark und ist mit einer Mohshärte von etwa 8 bis 8,5 hart genug für Schmuck, den du täglich trägst.

Was ist Zirkonia? Herkunft und Herstellung

In der Natur kommt kubisches Zirkoniumdioxid nur in winzigen Mengen vor. Die Steine im Schmuckhandel werden deshalb künstlich hergestellt. Dazu wird Zirkoniumdioxid zusammen mit stabilisierenden Zusätzen bei sehr hohen Temperaturen geschmolzen. Beim langsamen Abkühlen wachsen daraus klare Kristalle. Bei dem gängigen Verfahren, dem sogenannten Skull-Melting, bleibt die äußere Schicht des Materials fest und dient selbst als Schmelztiegel. Die Bezeichnung „kubischer Zirkonia“ kommt daher, dass die Kristalle ein kubisches Gitter bilden.

Seit den 1970er-Jahren wird Zirkonia in großen Mengen industriell produziert und hat sich seitdem als Schmuckstein etabliert.

Verwechsle Zirkonia nicht mit Zirkon. Zirkon ist ein natürlich vorkommendes Mineral aus Zirkoniumsilikat und chemisch ein anderer Stoff.

Eigenschaften von Zirkonia Steinen

  • Härte: Mit einer Mohshärte von etwa 8 bis 8,5 ist Zirkonia deutlich kratzfester als Glas.
  • Lichtbrechung: Zirkonia bricht Licht stark, bleibt dabei aber etwas unter dem Wert von Diamant.
  • Feuer: Zirkonia zerlegt Licht in Spektralfarben. Dieses Farbenspiel, das sogenannte Feuer, fällt sogar etwas kräftiger aus als bei Diamant.
  • Gewicht: Zirkonia hat eine höhere Dichte als Diamant. Ein gleich großer Stein ist deshalb deutlich schwerer.
  • Farben: Durch Zusätze lässt sich Zirkonia in vielen Farben herstellen, von klar über Rosa bis Grün.
  • Reinheit: Da er kontrolliert hergestellt wird, ist Zirkonia in der Regel frei von sichtbaren Einschlüssen.

Zirkonia vs Diamant und Kristallglas

Alle drei Materialien funkeln, unterscheiden sich aber in Herkunft, Härte und Preis.

Merkmal Zirkonia Diamant Kristallglas
Material kubisches Zirkoniumdioxid, synthetisch kristalliner Kohlenstoff, natürlich oder im Labor gezüchtet Glas, industriell geschmolzen
Mohshärte ca. 8 bis 8,5 10 ca. 5 bis 6
Lichtwirkung starkes Funkeln, kräftiges Feuer hohe Brillanz, etwas weniger Feuer glänzt, funkelt schwächer
Kratzfestigkeit hoch sehr hoch gering
Preis günstig hoch günstig

Mit bloßem Auge sind Zirkonia und Diamant für Laien schwer zu unterscheiden. Fachleute erkennen den Unterschied an Gewicht, Lichtbrechung und Wärmeleitfähigkeit, denn Diamant leitet Wärme deutlich besser.

Gegenüber Kristallglas punktet Zirkonia vor allem mit seiner Härte. Glas bekommt im Alltag schneller feine Kratzer, die das Funkeln mindern. Kristallglas eignet sich deshalb eher für Stücke, die du zu besonderen Anlässen trägst.

Wofür Zirkonia im Schmuck verwendet wird

Zirkonia verbindet einen klaren, funkelnden Look mit einem erschwinglichen Preis. So kannst du Schmuck mit Steinbesatz im Alltag tragen, ohne dir Sorgen um einen wertvollen Edelstein machen zu müssen.

  • Kleine Steine setzen Akzente an Ohrsteckern, Creolen und schmalen Ringen.
  • Größere Einzelsteine greifen den Look klassischer Solitärringe auf.
  • Farbige Zirkonia bringen Farbe in schlichten Goldschmuck.
  • Dank gleichmäßiger Qualität lassen sich viele Steine in Reihe fassen, zum Beispiel bei Memoire-Ringen oder Tennisarmbändern.

Zirkonia in Goldschmuck

Klare Zirkonia wirken auf goldfarbenem Metall warm und hell. Deshalb findest du sie häufig an Ringen, Ohrsteckern, Creolen und Anhängern. In Kombination mit vergoldetem Edelstahl entsteht Schmuck, der funkelt und im Alltag robust bleibt.

Achte bei der Auswahl darauf, wie der Stein gehalten wird. Krappen und Zargen halten ihn mechanisch fest. Geklebte Steine reagieren empfindlicher auf Stöße und Chemikalien. Farbige Zirkonia, etwa in Rosa oder Grün, setzen auf Gold einen Farbakzent und lassen sich gut mit schlichten Stücken kombinieren.

Goldfarbenen Schmuck für Ohr und Finger findest du bei unseren Ohrringen und Ringen.

So pflegst du Zirkonia

  • Reinige Zirkonia mit lauwarmem Wasser, etwas milder Seife und einer weichen Zahnbürste.
  • Spüle gründlich nach und trockne den Schmuck mit einem fusselfreien Tuch.
  • Cremes, Haarspray und Seifenreste legen einen Film auf den Stein und mindern das Funkeln. Lege Schmuck deshalb erst nach deiner Pflegeroutine an.
  • Bewahre Stücke einzeln auf, damit harte Steine keine Kratzer auf Vergoldungen oder anderen Steinen hinterlassen.
  • Verzichte bei geklebten Steinen auf Ultraschallreiniger und längeres Einweichen.

Häufige Fragen

Ist Zirkonia ein echter Edelstein?

Zirkonia ist ein echter Kristall, aber kein natürlicher Edelstein. Er wird synthetisch hergestellt und zählt deshalb zu den synthetischen Schmucksteinen.

Verliert Zirkonia mit der Zeit seinen Glanz?

Der Stein selbst bleibt klar. Matt wirkt er meist durch Rückstände von Kosmetik, Seife oder Hautfett. Eine Reinigung mit Seifenwasser bringt das Funkeln zurück. Nach Jahren intensiven Tragens können feine Kratzer an den Kanten entstehen.

Wie erkenne ich den Unterschied zwischen Zirkonia und Diamant?

Zirkonia ist bei gleicher Größe schwerer und zeigt mehr farbiges Feuer. Sicher bestimmen lässt sich der Stein bei einem Juwelier mit einem Diamanttester.

Kann ich Zirkonia-Schmuck im Wasser tragen?

Der Stein selbst verträgt Wasser. Entscheidend sind Fassung und Metall. Geklebte Steine solltest du vor dem Wasser schützen, und nach Chlor oder Salzwasser spülst du den Schmuck mit klarem Wasser ab.

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